17.02.2011: Zum zweiten Mal innerhalb eines Vierteljahres rollte ein Castortransport quer durch die Republik zum Zwischenlager Nord bei Lubmin.

Während sich der Protest im schneereichen Dezember vor allem an einer Stelle konzentrierte, gab es in diesem Jahr an der ganzen Strecke viele kreative Aktionen. Hunderte Menschen versuchten, den mit 16 Kilogramm hochgefährlichem Plutonium und über 500 Kilogramm Uran beladenen Zug zu stoppen.

Bereits zu Beginn konnten Aktivist_innen den Transport für mehrere Stunden in Karlsruhe zum Stehen bringen. Entlang der gesamten Strecke fanden Mahnwachen und Sitzblockaden statt.

Auch die GRÜNE JUGEND stellte sich quer und setzte gemeinsam mit den Anti-Atom-Bündnissen ein Zeichen gegen die menschen- und umweltverachtende Politik der schwarz-gelben Bundesregierung.

Gesine Agena, Bundessprecherin der GRÜNEN JUGEND, erklärt: „Es muss endlich Schluss damit sein, dass die Regierung den gefährlichen Atommüll in Kauf nimmt und unwirtschaftliche Atomenergie fördert, statt auf die Zukunft zu setzen. Atomkraft ist tödlich und belastet hunderte von nachfolgenden Generationen mit den strahlenden Hinterlassenschaften einer egoistischen Klientelpolitik.“

Christina Stobwasser und Florian Geyder, Sprecherin und Sprecher der Grünen Jugend MV, fügen hinzu: „Die Aktionen entlang der Strecke haben gezeigt, dass viele Menschen Solidarität mit unserem Protest fühlen und bereit sind, sich den irrsinnigen Transporten entgegen zu stellen.“

Die GRÜNE JUGEND M-V dankt allen Aktivist_innen für ihr Engagement in den letzten Tagen.