Zur heutigen Ablehnung der Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, die die Öffnung der Ehe bzw. dessen Gleichstellung mit Eingetragenen Lebenspartnerschaften forderten erklärt Alexander Nabert, Frauen und Genderpolitischer Sprecher der GRÜNEN JUGEND Mecklenburg Vorpommern:

„Die Öffnung der Ehe wurde im Deutschen Bundestag von den Fraktionen von CDU und FDP blockiert. Während die CDU aus ideologischer Verbohrtheit und sturer konservativer Haudraufhaltung eine Änderung des Eherechtes ablehnte, enttäuschte die FDP-Fraktion, die sich mit einem Parteitagsbeschluss für die Öffnung der Ehe ausspricht, mit Scheinargumenten und einer Ablehnung gegen die Überzeugungen ihrer Parteibasis. Das dahinter nur der Koalitionszwang steht, ist offensichtlich.“

Stark schockiert hat uns der erste Satz von Thomas Silberhorn von der CDU/CSU Fraktion, der unverhüllt klar machte, dass die CDU sich gegen Gleichstellung stellt: „Der Antrag der GRÜNEN will die Ehe mit der Institution der eingetragenen Lebenspartnerschaft gleichstellen. Das ist mit uns nicht zu machen.“

Die GRÜNE JUGEND streitet bedingungslos für eine Gleichstellung aller Lebensentwürfe und deshalb unter anderem für einen Familienvertrag, der die langfristig Ehe ersetzen soll. Daher enttäuscht es uns umso mehr, dass es eine Ablehnung der Öffnung der Ehe gab, obwohl eine Mehrheit des Hauses rhetorisch für diesen ersten Schritt für die Gleichstellung der Lebensentwürfe ist. Das Problem bei der Gleichberechtigung und Gleichstellung von homosexuellen Paaren ist die CDU/CSU. Alexander Nabert ergänzt: „Wer keine Lust, auf homophobe Gesetzgebung hat, muss Homophobie – also die CDU – abwählen!“