Strahlender Müll verdeckt auf dem Weg nach Mecklenburg-Vorpommern

Seit Donnerstag, dem 24. Mai ist wieder eine Fracht radioaktiven Materials auf dem Weg nach Lubmin in Mecklenburg Vorpommern. Die GRÜNE JUGEND MECKLENBURG VORPOMMERN misbilligt die Umstände des Atommülltransportes nach Lubmin. Die Jugendorgansisation solidarisiert sich mit allen Aktivist_Innen und Atomkraftgegner_Innen die sich der strahlenden Fracht in den Weg stellen und auf die Missstände aufmerksam machen.

Dazu Christina Hecht, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND M-V: ,,Die Gesundheit von Umwelt und Menschen wird durch diesen unzureichend geschützten und gekennzeichneten Atommülltransport auf schlimmste Weise auf’s Spiel gesetzt und gefährdet. Wir fordern klare Regelungen zu Atommülltransporten auf dem Wasserweg, die genau festlegen, wie ein Transport zu sichern und zu kennzeichnen ist. Außerdem erwarten wir eine bessere Informationspolitik der transportierenden Unternehmen zum Schutz der Bevölkerung vor radioaktiver Strahlung. Dieses unverantwortliche Handeln ist absolut nicht hinnehmbar und wir bestehen darauf, dass die Transportschiffe sofort besser gekennzeichnet und geschützt werden

Des weiteren kritisiert die Grüne Jugend den Transport in Hinblick auf den Atomausstieg und die Vergesellschaftung der Kosten des Rückbaus alter Atomkraftwerke. Die Atomindustrie hat Jahrzehnte lang mit den Kraftwerken verdient – den Atomschrott und die Verantwortung zur Entsorgung überlässt sie aber der Gesellschaft. Wir verurteilen diesen und alle weiteren Atommüllsporte nach Lubmin und fordern, die Grenzwerte für das Recycling des radioaktiven Müll drastisch zu senken“, ergänzt Richard Bigge, Sprecher der Grünen Jugend Mecklenburg-Vorpommern.

Bei dem Atomschrott handelt es sich um strahlende Reaktorbauteile des Atomkraftwerks Obrigheim. Zug- sowie Schubschiff sind offensichtlich mangelhaft gesichert und schlecht gekennzeichnet und stellen somit eine große Gefahr für die sich entlang der Strecke befindlichen Menschen und Ökosysteme dar. So badeten beispielsweise Kinder direkt neben dem Atomschrott auf dem Schiff, das auf Wasserwegen wie Neckar, Rhein, Ruhr und Ostseeküste in Richtung Lubmin unterwegs ist.

Ankommen soll der Atommülltransport vorraussichtlich am 4. Juni 2012 im Zwischenlager Lubmin.  Das Zwischenlager Lubmin ist ein ungeeigneter Ort für ein Zwischenlager. Es ist mitten in einer der touristisch wichtigsten Regionen Deutschlands gelegen und die Lagerbedingungen erfüllen nicht die angemessenden Sicherheitsmaßstäbe.

infos zum Transport findet ihr unter lubmin-nixda.de