Am Donnerstag, den 2. Juni 2012 werden im Deutschen Bundestag zwei Anträge von der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, die das Eherecht betreffen, behandelt. Der erste Antrag sieht vor, die Ehe für homosexuelle Paare zu öffnen. Die GRÜNE JUGEND Mecklenburg-Vorpommern begrüßt diesen Schritt und fordert alle Bundestagsabgeordneten des Landes auf, für diesen Antrag in der Namentlichen Abstimmung zu stimmen.
Bei dem zweiten Antrag handelt es sich um einen Entschließungsantrag, der die Bundesregierung auffordert, eine eigene Möglichkeit der Gleichstellung zwischen homo- und heterosexuellen Beziehungen bis September 2012 zu entwickeln.

Alexander Nabert, Frauen- und Genderpolitischer Sprecher der GRÜNEN JUGEND Mecklenburg-Vorpommern, kommentiert die morgigen Abstimmungen: „Es ist ein richtiger erster Schritt, die Ehe für Homosexuelle zu öffnen. Um es ein wenig drastischer zu sagen: In welchem Jahrhundert leben wir, dass so etwas immer noch auf der Tagesordnung der sogenannten Ersten Welt steht? Während Obama, Hollande und Cameron für eine Öffnung der Ehe streiten, nehmen die Bundesregierung und die Regierungsparteien ihre Blockadehaltung weiterhin ernst. Mit diesem konservativen Gedankengut, dass nur die heterosexuelle Zweierbeziehung die richtige Form des Lebens und des Liebens ist, muss endlich Schluss sein!“

An die Grünen gerichtet fährt er fort: „Gleichzeitig kann ich nicht verstehen, warum diese Diskriminierung nicht schon lange, zum Beispiel unter Rot-Grün, abgeschafft wurde. Statt der eingetragenen Partnerschaft hätte direkt vollständig richtig gehandelt werden können. Auch vermissen wir eine Zukunftsperspektive was die Gleichberechtigung der Liebe angeht: Auch nach der Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare bleibt die Ehe diskriminierend gegenüber polygamen Beziehungen. Deshalb kann die Öffnung der Ehe nur ein erster Schritt in Richtung Familienvertrag für jede Form der Liebe sein. Es gilt ungebrochen: Jede Form der Liebe ist gleichviel wert!“