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GRÜNE JUGEND FORDERT REFORM DES VERGABESYSTEMS FÜR REFERENDAR*INNEN

Das sichtbare Chaos rund um den Lehrermangel in MV schockiert – zum Teil 
verlaufen über 50% des Unterrichts nicht planmäßig (vgl. OZ, 24.6.19: „Chaos 
an Schulen in Wismar: Mehr als 50 Prozent des Unterrichts nicht planmäßig“).

Die Grüne Jugend MV spricht sich schon lange dafür aus, dem Lehrermangel 
schnellstmöglich entgegenzuwirken, unter anderem durch eine Reform des 
Vergabesystems für Referendariatsstellen. Dazu sagt JANA KLINKENBERG, 
SPRECHERIN DER GRÜNEN JUGEND (GJ) MV:

„Nicht zuletzt auch der demografische Wandel wird uns in naher Zukunft vor 
noch größere

Herausforderungen stellen. Möglichkeiten, das Problem zu beheben, haben 
andere Bundesländer längst für sich entdeckt. Insbesondere der Übergang vom 
Studium ins Referendariat bietet die Möglichkeit, Lehrer*innen langfristig in 
Mecklenburg-Vorpommern zu halten. Doch das Land ist bei der Vergabe 
Schlusslicht.

Daher fordern wir eine schnelle Reformierung dieses Vergabesystems: Wir 
empfehlen eine Annäherung an das Vergabesystem Niedersachsens und fordern die 
Landesregierung auf, schnellstmöglich zu handeln, um den Kindern und 
Jugendlichen in diesem Land eine ausreichende Bildung zu gewährleisten, sowie 
jungen Fachkräften das Leben in unserem schönen Land zu ermöglichen.“

Laut Informationen einer Lehramtsstudentin aus Rostock, die der GJ zugetragen 
wurden, sei die Suche nach einer Referendariatsstelle rückschrittlich. „In MV 
ist im bundesweiten Vergleich alles sehr spät organisiert. Vom 
Bewerbungsverfahren über die Rückmeldung zur Zulassung hin zur Schulzuweisung 
wartet man vergeblich, während andere Bundesländer oft zeitgleich sogar eine 
konkrete Schulzuweisung vergeben. Aufgrund der Fristen bleibt oft nichts 
anderes übrig, als abzusagen. Trotz des Wunsches in MV zu bleiben und stetem 
Nachfragen bei den zuständigen Behörden, werde ich daher leider das 
Bundesland verlassen“, berichtet die Studentin. Leider werde auch bei der 
Landkreis- und Schulauswahl kaum Rücksicht auf Präferenzen und Wünsche 
genommen – anders als beispielsweise in Niedersachsen, wo sich Referendare 
ihren Berufsort aus mehreren Schul-Vorschlägen aussuchen können.