Wie Glawes Vorstoß die Kapitulation vor den Populisten im Land bedeutet und warum die Abschaffung des Mund-Nase Schutzes nicht dazu führt, dass der Einzelhandel wächst.

Dass die Geschäfte in den Innenstädten immer öfter leer bleiben und stattdessen im Internet eingekauft wird, ist keine neue Erkenntnis und auch keine Entwicklung, die sich erst innerhalb der Corona-Pandemie entwickelt hat!

Erinnern wir uns kurz zurück: Vor ein paar Wochen war ein Regelbetrieb in den Schulen noch nicht umsetzbar. Dienstleistungsbetriebe und Gastronomie durften nach langem Ringen unter strengsten Hygieneauflagen wieder öffnen. Wieso soll das aufs Spiel gesetzt werden- ausgerechnet zu einer Zeit, in der das Land hunderttausende Touristen begrüßen darf und die Wirtschaft langsam wieder anläuft?

Jana Klinkenberg, Sprecherin der Grünen Jugend MV, dazu:

„Ich halte es für naiv zu glauben, dass mit der Aufhebung der Maskenpflicht beim Einkaufen der Einzelhandel plötzlich stark anwächst. Der Einzelhandel benötigt stattdessen langfristige Konzepte. Und der Handel im Internet muss unbedingt zu gleichen Bedingungen stattfinden- ob Kleinunternehmerin oder Versandriese!“

So lange die Aufhebung der Maskenpflicht das einzige Mittel zur Stärkung des regionalen Dienstleistungsbereiches bleibt, handelt es sich dabei um blanken Populismus:

„Indem die Maskenpflicht abgeschafft wird, suggerieren wir den Menschen, dass der Mund-Nasenschutz keine Wirkung hat. Oder noch schlimmer: Dass die Zeit der Corona-Pandemie überstanden ist. Das Schlimmste was passieren könnte, wäre, wenn die Maskenpflicht kurz darauf wieder eingeführt werden müsste, weil die Fallzahlen ansteigen- was momentan zu erwarten ist. Der Verlust der Glaubwürdigkeit in die Politik wäre fatal- und diese Entwicklung zu stoppen muss im Moment oberstes Gebot sein!“, sagt Jana Klinkenberg.

Grüne Jugend MV