Nach der Landesdelegiertenkonferenz von BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN Mecklenburg-Vorpommern erklärt die Grüne Jugend MV:

Wir gratulieren allen auf der Landesliste zur Bundestagswahl gewählten Kandidat_innen.  Allerdings finden wir es schade, dass der Landesverband der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern, das Konzept der Quote scheinbar aufgegeben hat. Dieses ist aus unserer Sicht nur erfolgreich, wenn es auch konsequent angewendet wird. Den einzigen sicheren Platz mit einen Mann zu besetzen und dies damit beschönigen zu wollen, dass auf den hinteren Plätzen mehr Frauen als Männern kandidieren, ist für uns bloße Augenwischerei und  im Sinne der Frauenförderung auch nicht sehr zielführend. Dies führt leider wieder einmal die Rückständigkeit des Grünen Landesverbandes bezüglich dieses Themas nur all zu deutlich vor Augen. Wir wünschen uns sehr, dass sich hier – wie von allen Seiten versprochen – etwas ändert. Wir stellen uns jedoch die Frage, wie ernst gemeint diese Versprechen sind, wenn am selben Tag schon wieder die Redner_innenlisten bei fast allen Debatten  geöffnet und somit unquotiert weitergeführt wurden. Wir befürchten, dass ein weiterer so inkonsequenter Umgang mit der Quote dazu führt, dass sich der Landesverband von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in Mecklenburg-Vorpommern, der jetzt schon bundesweit ganz hinten ist beim Anteil der weiblichen Mitglieder ist, sich immer mehr zu einem Altherrenverein entwickelt. Dies kann nicht das Ziel einer Partei sein, die sich offiziell als feministisch betrachtet.

Als positives Ergebnis der LDK, nehmen wir mit, dass wir uns mit unseren inhaltlichen Anträgen, zum Gedenken an Memet Turgut, der vor 9 Jahren in Rostock von der NSU ermordet wurde, sowie mit unseren Antrag zur Einführung des aktiven Wahlrechts bei Kommunal- und Landtagswahlen ab 14 Jahren, durchsetzen konnten.